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Kooperation zwischen dem Deutschen Eishockey Bund und "Medtronic Physio-Control"

 

Nicht nur im Spiel zählt jede Sekunde...

In aller Welt wird die Sportart Eishockey wegen der immensen Dynamik, aktionsreichen Szenen und des körperbetonten Einsatzes geschätzt und von den Fans geliebt. Doch die schnellste Mannschaftssportart der Welt birgt auch Gefahren. In der Saison 1998/1999 verstarben mit Marc Teevens (Bad Nauheim), Stephane Morin (Berlin), Chad Silver (Zürich) und Jaroslav Hauer (Selb) allein in Europa vier Profis am plötzlichen Herztod. Diese Gefahr soll bei den Eishockey-Weltmeisterschaften vom 28. April bis 13. Mai in Nürnberg, Köln und Hannover von vornherein ausgeschlossen werden. In jeder der drei Arenen stehen sogenannte "AED"´s (Automatische Externe Defibrillatoren) von der Firma "Medtronic Physio Control" zur Verfügung. Dafür wurde ein entsprechender Kooperationsvertrag zwischen dem weltweiten Marktführer "Medtronic Physio-Control" und dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) unterzeichnet, der über die WM hinaus bis Oktober 2001 gilt.

Die Defibrillatoren ("Lifepak 500") sind von jedermann leicht zu bedienende Elektroschockgeräte, die automatisch das EKG eines Herzflimmer-Patienten analysieren und selbständige Empfehlungen (z.B. "Schock notwendig") ausgeben. Jeder Laie kann dann die korrekte Schockdosis per Knopfdruck ausführen. "Das Überleben eines Patienten mit Herzstillstand hängt davon ab, wie schnell und entschieden erste Rettungsmaßnahmen ergriffen werden", sagt Thomas Schröder, Produktmanager von "Medtronic Physio-Control", der erklärt, dass allein in Deutschland pro Jahr rund 100 000 Menschen am plötzlichen Herztod sterben - zehn Mal mehr als im Straßenverkehr. "Ohne die Defibrillatoren überleben bei 100 000 Fällen keine zehn Prozent, beim Einsatz der Geräte ist die Überlebenschance ungleich höher. Daher ist das Gerät schon jetzt in den USA in jedem öffentlichen Gebäude absolute Pflicht", so Schröder.
Auch Dr. Andreas Gröger, Teamarzt der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft, schätzt und lobt die lebensrettenden Elektroschockgeräte: "In jedem Stadion und allgemein bei jeder Großveranstaltung sollte solch ein Defibrillator vorhanden sein", so der Orthopäde vom "Med.Team Eishockey" unter der Leitung von Prof. Dr. Reiner Gradinger, das insgesamt sechs deutsche Nationalteams sowie die München Barons medizinisch betreut. "Wir haben das Gerät bei jedem Spiel dabei, haben auch unsere Physiotherapeuten eingewiesen und werden auch den Spielern zeigen, wie der Defibrillator anzuwenden ist. Letztendlich sollte jeder vom Betreuer bis zum Materialwart wissen, wie das funktioniert", so der 41-jährige Füssener Gröger. Allen Vereinen der DEL und der DEB-Ligen wurden daher dringende Empfehlungen ausgesprochen, dieses 5000 bis 6000 Mark teure Gerät von "Medtronic Physio-Control" anzuschaffen. "Leider hat sich bisher noch kein DEL-Verein danach gerichtet. Es werden lieber Spieler für eine halbe Million Mark gekauft, so ein Gerät sei aber zu teuer. Das mußte ich leider auch von den Barons hören", meint Teamarzt Dr. Andreas Gröger, der gleichzeitig auch als "Medical Chief Officer" für die IIHF fungiert. Gröger und sein Team hoffen in naher Zukunft auf ein Umdenken in deutschen Vereinen, nicht nur im Bereich Eishockey, denn auch in der Basketball-Liga NBA, in der Fußball-Bundesliga oder in der NHL sind Fälle von plötzlichem Herztod leider schon aufgetreten. Schon ein unglücklicher Schlag, im Eishockey durch einen Puck oder Stock (siehe Chris Pronger aus der NHL) herbeigeführt, kann das so lebensbedrohende Herzflimmern auslösen. Und dann, so sind sich alle Experten einig, "zählt jede Sekunde!" Marko Mädge/WM 2001 Pressestelle des DEB

 

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Nach tragischen, persönlichen Erfahrungen in meiner Familie wurde diese
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